Peergruppen zur Suchtprävention

Im Schuljahr 2014/15 erklärten sich ca. 15 SchülerInnen der Klassenstufen 8 und 10 (= Dualausbildung) bereit, am workshop zur Suchtprävention unter Leitung von Herrn Peter Bruna, Sozialpädagoge, teilzunehmen.

Diese Initiative geht auf das Projekt ‚Suchtprävention im Landkreis Saarlouis‘ mit Frau Dagmar Schäffer, Suchtbeauftragte, als Ansprechpartner für Schüler und Lehrer zurück. Mittlerweile haben sich die drei Saarlouiser Gymnasien sowie weitere Schulen des Landkreises Suchtprävention zur Aufgabe gemacht. Regelmäßig lädt der Landkreis die Schulleiter zum ‚Runden Tisch‘ ein. Lehrer, die die peers begleiten, tauschen Ideen und Konfliktlösungsstrategien aus: ein Netzwerk ist entstanden.

Was ist ‚Sucht‘?

Süchte – Abhängigkeiten, die man nicht mehr kontrollieren kann – haben viele Ursachen: sei es das soziale Umfeld, die Gesellschaft, die Familie. Wie schnell eine Hemmschwelle überwunden wird und eine Sucht sich entwickelt ist abhängig von der Verfügbarkeit des Suchtmittels wie z.B. Alkohol, Nikotin, Drogen und der Umgang mit sozialen Netzwerken.

Was ist eine peer-Gruppe?

Im dreitägigen workshop lernen die Schüler in Rollenspielen, wie sie Vertrauen aufbauen zu Mitschülern, die unter zwanghaftem Konsumverhalten stehen.

Die peers werden für die Problematik sensibilisiert, hören zu, bieten ohne Druck ihre Hilfe an. Ihr Aktionsradius endet mit dem Verlassen des Schulgeländes. Alle peers wissen, dass sie gelegentlich an ihre Grenzen stoßen, die Hilfe von Erwachsenen – in diesem Fall des Lehrers/der Lehrerin , die die peer Gruppe begleitet – brauchen.

Der Vorteil dieses Ansatzes ist das Wir-Gefühl der Gruppe. Kein Teammitglied agiert alleine und sinnvollerweise halten die peers über whatsapp Kontakt.

Wie gewährleistet man Kontinuität in der peer-Gruppen Arbeit?

Die peers suchen nach Aktionen, die den Mitschüler zu einem suchtfreien Leben verhelfen sollen.

Dazu gehören u.a.:
–    die Erfahrung von Unsicherheit nach Alkoholkonsum  (Rauschbrille)
–    die Information über den Bob-Schlüsselanhänger
–    Motivation zur Initiative ‚rauchfreie Schule‘ bzw ‚rauchfreie Klasse‘
–    Gespräche und Information über Gefahren von Drogenkonsum

Im Idealfall wird jedes Schuljahr eine neue peer Gruppe ausgebildet.

Anette Marx, StR’in