Leslie Schwartz – Eine Begegnung gegen das Vergessen

Leslie_Schwartz_vor_der_neuen_Mainzer_Synagoge,_Mai_2015Am Montagabend, dem 14. September 2015, fand eine weitere Veranstaltung gegen das Vergessen statt. Leslie Schwartz, ein ungarisch-amerikanischer Überlebender des Holocaust, war Gast in Saarlouis. Zuerst las er aus seinem Buch „Durch die Hölle von Auschwitz und Dachau. Ein Junge erkämpft sein Überleben.“ Danach wurde der Film „Der Mühldorfer Todeszug“ vom Bayrischen Rundfunk gezeigt.
Darin erzählt er, wie er als 14-Jähriger und somit jüngster KZ-Häftling ein Massaker überlebte. Schüler des Franz-Marc-Gymnasiums Markt Schwaben haben mit ihm diesen Film gedreht und die Orte des Unheils aufgesucht.
Das Gefühl, das anschließend den Raum ausfüllte, war Betroffenheit. Niemand wusste, was er sagen sollte oder welche Frage man Leslie Schwartz noch stellen konnte.
Ungewissheit und Hoffnung hingegen waren wohl zwei der vielen Gefühle, die sein Leben damals prägten, da er nie wusste, was ihn Schreckliches erwarten würde und er dennoch stets hoffte, dass er diese „Hölle“ überleben würde.
Von Max Mannheimer, den Schwartz aus der gemeinsamen Zeit in Dachau kennt, ermutigt, hält er, wenn er sich von Frühjahr bis Herbst mit seiner Frau in Deutschland aufhält, zahlreiche Vorträge und Lesungen, um vor allem mit jungen Menschen in Kontakt zu treten und gegen das Vergessen anzukämpfen. „Love is stronger than hate!“ –Leslie Schwartz

Lara Coassin