Im Schuljahr 2013/14 widmete sich das Robert-Schuman-Gymnasium dem Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anhand verschiedener Projekte in den Klassenstufen 9 und 10 unter dem Titel „Leben in der Diktatur – Gegen das Vergessen“. Die Klassen 10C und 10M nutzten ihre Klassenfahrt nach Berlin und Weimar, um sich diesem Thema zu nähern und besichtigten das Staatssicherheitsgefängnis Hohenschönhausen und das Konzentrationslager Buchenwald. Was ein „Leben in der Diktatur“ bedeutet, konnten die Schülerinnen und Schüler hier besonders eindrucksvoll erfahren.

Die Klasse 10M verarbeitete die gewonnenen Eindrücke und Gedanken im Anschluss an die Klassenfahrt in kurzen Dokumentarfilmen zu den Themen

Die Schülerinnen und Schüler hatten dazu bereits im Vorfeld der Klassenfahrt eigenständig zu dem jeweiligen Thema recherchiert. Nun kamen noch persönliche Eindrücke, Gedanken und Bilder hinzu. Unterlegt wurden die Filme mit eingesprochenen Informationstexten und passender Musik, die die Schüler sehr gezielt und reflektiert einsetzten. Die ästhetische Auseinandersetzung mit dem Thema sowie den persönlichen Erfahrungen auf der Klassenfahrt führte zu bewegenden, aber auch erschütternden und aufrüttelnden Ergebnissen, die das „Leben in der Diktatur“ sehr anschaulich darstellten.

Um zu erfahren, wie es solch menschenverachtenden Regimen gelingen konnte, Macht über ein ganzes Volk zu erlangen und so gezielt gegen ganze Volksgruppen vorzugehen, hat sich die Klasse 10C in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) dazu entschlossen, jeweils zwei Projekttage zum Themengebiet Diskriminierung – Ausgrenzung – Rassismus durchzuführen. Das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) ist ein bundesweites Netzwerk, das von jungen Leuten getragen wird und sich für Demokratieförderung und gegen menschenverachtendes Denken engagiert.

Die Eindrücke und Ergebnisse der Klassenfahrt sowie der Projekttage wurden am Ende des Schuljahres in einer Präsentation für die gesamte Klassenstufe 8 des Robert-Schuman-Gymnasiums mithilfe von Bild-, Film und Tonmaterial vorgetragen. Im Vorfeld dieser Präsentation wurde eine Befragung von Saarlouiser Bürgern mithilfe von anonym auszufüllenden Fragebögen durchgeführt, um die derzeitige Verbreitung von Vorurteilen und rassistischen Denkweisen auszuloten. Die Ergebnisse wurden von den Schülerinnen und Schülern mithilfe eines Statistikprogrammes ausgewertet und in die Präsentation eingebaut – als Appell an die Zuhörerschaft, dass man weiter „gegen das Vergessen“ angehen muss und dass das Ziel einer toleranten und offenen Gesellschaft steter Aufarbeitung und Aufklärung bedarf.